Jakub Lorenc–Zalĕski (Jacob Lorenz)

Geboren: 18.07.1874 in Radibor
Gestorben: 18.02.1939 in Berlin

War ein sorbischer Schriftsteller und antifaschistischer Publizist, der unter dem Pseudonym Zalĕski „Der hinter den Wäldern“ schrieb. Er schrieb vor allem Märchen, Erzählungen und Romane.

1887 – 1889
Domstiftsknabe in Bautzen, Besuch des katholischen Seminars

1889
Besuch des deutschen Gymnasiums in Prag
Zögling des Wendischen Seminars und Mitglied der „Serbowka“ (Studentenvereinigung)

1891
Lehre als Förster in Zschornau

1892
Erste Veröffentlichung in der “Łužica“ (sorb. Tageszeitung) mit dem Zyklus Jagderzählungen

1897 – 1905
Förster in der Eifel, danach Forstinspektor des Thyssen-Konzerns in Dinslaken (Niederrhein)

Ab 1900
20 Jahre keine Publikationstätigkeit

1920
Rückkehr in die Lausitz
Kauf eines Sägewerkes bei Schleife (Sicherung der Existenz als unabhängiger sorbischer Volksschriftsteller)

1923
Vorsitzender des erneuerten Arbeitskreises sorbischer Schriftsteller

1924
Mitbegründer und Vorsitzender der Wendischen Volkspartei „Serbska ludowa strona“ und wendischer Volksrat (1925 – 1933)

1924 – 1934
Vorsitzender des Kreises Sorbischer Schriftsteller

1933
Von den Nazibehörden aus dem Aufsichtsrat der Smolerschen Verlagsbuchhandlung entfernt, Schreibverbot (sein Haus in Schleife wird zum illegalen Treffpunkt sorbischer Antifaschisten)

1938
Übersiedlung zu seiner Tochter nach Berlin – es folgten weitere Repressalien – danach Tod des Schriftstellers (1939)

Werke:

„Die Insel der Vergessenen“, 1931

„In den Fesseln des Schicksals“, 1932/1933 blieb unvollendet

Quellennachweis:

„Sorbisches Lesebuch“, Verlag Philip Reclam jun. Leipzig, 1981

de.wikipedia.org/wiki/Jakub_Lorenc-Zalěski

 


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