Gerhart Hauptmann

Geboren: 15.11.1862 in Obersalzbrunn/Schlesien
Gestorben: 06.06.1946 in Agnetendorf/Schlesien

War ein deutscher Dramatiker und Schriftsteller. Er gilt als der bedeutendste deutsche Vertreter des Naturalismus, hat aber auch andere Stilrichtungen in sein Schaffen integriert.

1912 erhielt er den Nobelpreis für Literatur.

1868
Besuch der Dorfschule

April 1874 - 1878
Realschule in Breslau

1878
Beginn einer landwirtschaftlichen Ausbildung auf dem Rittergut eines Onkels in Schlesien

1880
Eintritt in die Bildhauerklasse an der Breslauer königlichen Kunst- und Gewerbeschule

1881
Verlobung mit Marie Thienemann

1883
Lässt sich in Rom als Bildhauer nieder

1884
Eintritt in die Zeichenklasse der königlichen Akademie in Dresden

1885
Heirat zieht nach Berlin (Erkner)
Kontakt zum naturalistischen Dichterverein „Durch“

1887
Novelle „Bahnwärter Thiel“ entsteht

1889
Gründung des Vereins „Freie Bühne“ (Uraufführung in nichtöffentlichen, daher zensurfreien Vorstellungen)
Oktober: Skandalumwitterte Uraufführung des sozialkritischen Dramas „Vor Sonnenaufgang“ durch die „Freie Bühne“ Drama macht Hauptmann zu einem der führenden Dramatiker der Moderne

1892
Reise ins schlesische Webergebiet (Fertigstellung „Die Weber“ – Drama), Aufführung wird durch die Berliner Polizeipräsidenten verboten

1894
Trennung von seiner ersten Ehefrau Marie

1896
Verleihung des Grillparzer Preises in Wien (erhält ihn noch 2mal)
Wilhelm II. weigert sich Hauptmann den königlichen Schillerpreis zu verleihen
Freundschaft mit Alfred Kerr und Josef Kainz

1901
Übersiedlung nach Agnetendorf (Riesengebirge) – wird im Wechsel mit Berlin, Hiddensee und Italien zum ständigen Wohnsitz

1903
Geschworener in einem Prozess gegen eine Landarbeiterin wegen Kindesmordes, schreibt danach des Schauspiel „Rose Bernd“ wird noch im selben Jahr uraufgeführt

1904
Scheidung von Marie Hauptmann
Heirat mit Margarete Marschalk (1 Sohn), Italienreise

1906
Erscheinen der sechsbändigen Gesamtausgabe seiner Werke im Fischerverlag

1909
Verleihung der Ehrendoktorwürde durch die 500jährige Universität Leipzig

1910
Erstes großes episches Werk „Der Narr im Christo Emanuel Quint“ erscheint in der „Neuen Rundschau“

1911
13. Januar: Im Lessing-Theater in Berlin wird sein Schauspiel „Die Ratten“ uraufgeführt

1912
Verleihung des Nobelpreises – Reise nach Schweden zur Entgegennahme der Auszeichnung

1923
Begegnung und Bekanntschaft mit Thomas Mann; gemeinsamer Aufenthalt in Bozen

1932
2. Amerikareise: Ehrendoktorwürde der Columbia-Universität, Medaille der Akademy of Arts and Letters, Empfang durch Präsident Hoover im Weißen Haus

1933
Kehrt von Italien nach Deutschland zurück – Rückzug aus dem öffentlichen Leben; Beschränkung auf engeren Freundeskreis

1926 – 1943
lebte G. Hauptmann während der Sommermonate in Kloster auf Hiddensee

07.04.1946
Hauptmann soll aus Agnetendorf in Schlesien vertrieben (ausgesiedelt) werden

06.06.1946
verstarb er in seinem Haus in Agnetendorf in Schlesien

Werke (Auswahl):

Der Schuß im Park, Novelle. Berlin (S. Fischer) 1939

Die Wiedertäufer. Roman (ca. 1904 – 1942)

Winterballade. Tragödie. Berlin (S. Fischer) 1917 u.v.a.

Quellennachweis:

de.wikipedia.org/wiki/Gerhart_Hauptmann

www.dhm.de/lemo/html/biografien/HauptmannGerhart/index.html

Rolf Rohmer „Gerhart Hauptmann“, 1978, VEB Bibliographisches Institut Leipzig

Kurze Geschichte der Deutschen Literatur, Volk und Wissen, Volkseigener Verlag Berlin, 1981

 


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