Lauban – Lubań

Lubań (schlesisch und oberlausitzisch Laubn oder Laubm) ist eine Stadt in der Woiwodschaft Niederschlesien in Polen. Lubań ist Mitglied der Euroregion Neiße.
Lauban wurde um 1220 gegründet und erstmals im Jahr 1268 urkundlich erwähnt. In der ersten Hälfte des 13. Jahrhunderts erhielt es die Stadtrechte.
Die Stadt war ab 1253 im Besitz des askanischen Markgrafen von Brandenburg.
Seit 1346 war die Stadt zusammen mit Görlitz, Löbau, Bautzen, Zittau und Kamenz Mitglied des Oberlausitzer Sechsstädtebundes.
1427 und 1431 wurde Lauban von hussitischen Heeren erobert und dabei 1431 zerstört.
Lauban war ab 1540 neben Bautzen die zweite Stadt in der Oberlausitz, in der es eine Simultankirche gab, die Protestanten und Katholiken gemeinsam nutzten.
1546/47 verlor Lauban im Pönfall seine zehn Kammerdörfer (Dörfer die von der “Böhmischen Kammer“, der königlichen Finanzverwaltung verwaltet wurden).
1487, 1554, 1559, 1670, 1696 und 1760 wurde Lauban durch Stadtbrände zerstört.
Nach dem Wiener Kongress 1815 ging Lauban an die preußische Provinz Schlesien.
In der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts entwickelte sich die Stadt zu einem Zentrum der Textilindustrie.
Im Zweiten Weltkrieg wurde die Stadt im Februar und März 1945 zu rund 60 Prozent zerstört.
Nach dem Einmarsch der Roten Armee bei Kriegsende im Mai 1945 kam sie unter ihrem polnischen Namen Lubań in polnische Verwaltung.


Drucken – zurück