Kamenz

Die Lessingstadt Kamenz, obersorbisch Kamjenc (wörtlich „Kleiner Ort am Stein“), ist eine Stadt im Landkreis Bautzen in Sachsen.
1225 wurde die Stadt erstmals urkundlich erwähnt, seit 1319 war Kamenz freie Stadt.
Im Jahre 1707 vernichtete ein großer Stadtbrand viele Häuser in der Altstadt.
1729 wurde der Dichter und Schriftsteller Gotthold Ephraim Lessing in Kamenz geboren, dessen Vater, Johann Gottfried Lessing, Pastor an der Hauptkirche St. Marien war. Das Geburtshaus Lessings wurde beim letzten großen Stadtbrand 1842 vernichtet, dafür erinnert heute ein Museum an den berühmtesten Sohn der Stadt.
Seit dem Gründungsjahr des Oberlausitzer Sechsstädtebund 1346 war Kamenz dessen Mitglied.
1896 wurde in Kamenz eine ständige Garnison eingerichtet. Zum Beginn des Ersten Weltkrieges wurde in der Stadt das Königlich Sächsische Reserve-Infanterie-Regiment 242 aufgestellt.
Vom Oktober 1944 bis April 1945 wurde im Gebäude der stillgelegten Tuchfabrik Gebr. Noßke & Co. ein Außenlager des KZ Groß-Rosen betrieben.
Bis 1990 befand sich in Kamenz die Offiziershochschule der Luftstreitkräfte/Luftverteidigung der NVA „Franz Mehring“.
Der Landkreis Kamenz bestand bis Juli 2008.


Drucken – zurück