Hoyerswerda

Hoyerswerda, obersorbisch Wojerecy, ist eine Große Kreisstadt im sächsischen Landkreis Bautzen.
Hoyerswerda liegt am südlichen Rand des Lausitzer Seenlandes.

Der Name Hoyerswerda setzt sich aus zwei Teilen zusammen, Hoyer und Werda. Werda oder Werder bedeutet Insel im Fluss oder Erhöhung in feuchter Niederung.
Hoyer von Friedeburg war der erste bekannte Besitzer der Burg Hoyerswerda.
Seit Mitte der 1990er Jahre führt Hoyerswerda den Beinamen „Konrad-Zuse-Stadt“, der jedoch nicht Bestandteil der amtlichen Schreibweise ist.
Umgangssprachlich wird Hoyerswerda meist mit „Hoywoy“ abgekürzt, gebildet aus den Anfangssilben des deutschen und sorbischen Ortsnamens.
Im Obersorbischen heißt die Stadt Wojerecy, im Niedersorbischen Wórjejce, auf polnisch Wojerce, auf tschechisch Hojeřice; in Polen und Tschechien wird sie aber meistens mit dem deutschen Namen bezeichnet.

Das Gebiet von Hoyerswerda lag zwischen Löbau und Kamenz, wo sich um 700 die slawischen Milzener niedergelassen hatten.
Die Niederung der Schwarzen Elster war seit dem Abzug der Germanen mit der Völkerwanderung menschenleer. Erst im 12. und 13. Jahrhundert wurde das Gebiet um Hoyerswerda neu besiedelt. Ein großer Teil der neuen Kolonisten waren Sorben. Die erste Burg wurde hier vermutlich schon vor 1200 errichtet.
1225 wird eine Kirche in Hoyerswerda erwähnt. 1268 wird Hoyerswerda in der Oberlausitzer Teilungsurkunde der Markgrafen von Brandenburg genannt. Erster bekannter Besitzer von Burg und Herrschaft war der 1272 urkundlich erwähnte Hoyer von Vredeberg. 1353 kaufte Kaiser Karl IV. die Herrschaft Hoyerswerda. 1371 verlieh der Kaiser Hoyerswerda das Marktrecht. Heinrich von Dauba verlieh Hoyerswerda 1423 das Stadtrecht und das Recht der freien Ratswahl.
1437 wurde der Stadt ein Jahrmarkt verliehen. 1449 wurde das dreigeschossige steinerne Rathaus fertiggestellt. 1515, 1531 und 1571 brannte die Stadt bis auf wenige Steinbauten ab.
1525 gab es Bauernunruhen in der Herrschaft Hoyerswerda. 1540 wurde die Reformation in Hoyerswerda eingeführt.
1567 fiel die Stadt an den König zurück, der es an Heinrich von Maltitz verkaufte. 1582 kaufte Seyfried von Promnitz die Herrschaft. Er ließ 1592 das 1589 abgebrannte Schloss im Renaissance-Stil neu aufbauen. 1620 erwarb Rudolf von Ponickau Stadt und Schloss Hoyerswerda.
Die Stadt wurde im Dreißigjährigen Krieg mehrfach besetzt und geplündert. 1651 kaufte der sächsische Kurfürst Johann Georg I. Hoyerswerda. 1680 wurde das Rathaus nach einem neuerlichen Stadtbrand in seiner heutigen Gestalt wiedererrichtet.
1705 schenkte August der Starke seiner zeitweiligen Mätresse Katharina von Teschen die Standesherrschaft Hoyerswerda, welche zu einer wichtigen Förderin der Stadt wurde und die Herrschaft bis 1737 ausübte.
Im Siebenjährigen Krieg kam es am 25. September 1759 zu einem Gefecht nahe der Stadt zwischen österreichischen und preußischen Truppen (Schlacht von Hoyerswerda).
1782 wurden die Frondienste in der Herrschaft Hoyerswerda aufgehoben. Die Äcker verpachtete man an Bauern aus der Umgebung.

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