Bad Muskau

Bad Muskau, obersorbisch Mužakow, ist eine Landstadt im Landkreis Görlitz in der Oberlausitz (Sachsen).
Mužakow (aus dem Sorbischen, etwa „Männerstadt“) wurde im 13. Jahrhundert im Zuge der deutschen Kolonialisation neu gegründet. Erstmals wurde es 1249 urkundlich erwähnt.
Einen sehr stark zurückgegangenen Teil der Bevölkerung stellen bis heute die Sorben. In und um Muskau wurde der Muskauer Dialekt gesprochen. Heute ist das Sorbische – theoretisch – zweite Amtssprache.
Die Standesherrschaft Muskau gehörte bis 1815 zum Markgraftum Oberlausitz des Kurfürstentums Sachsen.
1766 brannte in dem folgenreichen Zornfeuer fast die ganze Stadt ab.
Im Jahr 1815 kamen der nördliche und der östliche Teil der Oberlausitz zu Preußen und trugen fortan die amtliche Bezeichnung „Preußische Oberlausitz“.
Verwaltungsmäßig wurde dieses Gebiet in die Provinz Schlesien und später in die bis 1945 bestehende Provinz Niederschlesien integriert.
Trotz kriegsbedingt verhängtem Eingemeindungsstopp konnte die Stadt die Nachbargemeinde Berg und etwa zwei Drittel der Gemeinde Lugknitz zum 1. April 1940 eingemeinden.
Gegen Ende des Zweiten Weltkriegs wurde die Stadt stark zerstört. Im Herbst 1945 fielen Schloss und große Teile der Stadt einem Brand zum Opfer. Muskau ist heute jedoch weitgehend wieder aufgebaut.
Mit dem Bau eines Kurheims wurde 1961 der Stadt Muskau die Zusatzbezeichnung „Bad“ verliehen.

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